Zum 75.jährigen Bestehen der Korbmacher-Innung D’dorf 2000

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Julia Turrek, Tochter der Obermeisterin Angelika Turrek
Wachtendonk: Was alles aus niederrheinischen Kopfweiden werden kann, ist bis zum 3. Septernher in Wachtendonk zu sehen. Ein Besuch des historischen Ortskerns lohnt immer und kann mit einem Besuch von Haus Püllen verbunden werden. Die ehemalige Gaststätte beherbergt heute das Zentrum des Naturparks Maas-Schwalm-Nette. Zum 75jährigen Bestehen der Korbmacher-Innung Düsseldorf wurde dort jetzt die Ausstellung "Die Kunst des Flechthandwerks im Wandel der Zeit" eröffnet.

Die Grußworte der Ehrengäste aus Handwerk und Politik wiesen immer wieder hin auf eins der ältesten Handwerke der Menschheitsgeschichte. Schon Moses wurde in einem Weidenkörbchen gefunden. Trotzdem oder gerade deswegen ist das Flechthandwerk modern und innovativ. Kurt Schütz, Bundesinnungsmeister der Korbmacher, hat 1995 in Lichtenfels in Oberfranken das Innovationszentrum des Deutschen Flechthandwerks eröffnet. Hier werden, so Schütz, Tradition und neuer Geist miteinander in Einklang gebracht. So können wir unseren Platz in der Gesellschaft erhalten. Dabei helfen eine fundierte Ausbildung; Liebe zum Handwerk und dem natürlichen Mateterial und Lebensqualität vermittelnde Produkte. So liegen die hochwertigen Einzelstücke im er Trend, so Franz Püll, Vizepräsident der Hand- werkskammer.

Das zeigt auch eine Handwerker-Kooperation auf der Expo. Ein Niedrigenergiehaus ist mit Weidenmöbeln ausgestattet. In der Ausstellung zu sehen, sind natürlich eine Menge kleiner und großer Arbeiten, insbesondere des ortsansässigen Korbmachers Hans-Gerd Busch, Gesellen- und Meisterstücke für den täglichen Gebrauch, aber auch, Gemälde. Ob für den täglichen Gebrauch oder nicht: jedes Stück ist ein für sich wirkendes Unikat. Lehrbücher und Zeitungsausschnitte aus mehreren Jahrzehnten runden das Bild einer sehenswerten Ausstellung ab.

Wenn man dann noch das Glück hat Julia, der Tochter der Obermeisterin Angelika Turrek, zusehen zu können, wie unter ihren flinken und geschickten Händen der Boden eines Korbes entsteht, nimmt man einen Eindruck von Handwerk mit und kommt sicher wieder - dienstags bis sonntags von 9 bis 12.30 Uhr und 13 bis 17 Uhr ins Haus Püllen auf der Feldstraße in Wachtendonk.                                   © Philipp Wachowiak
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