Geschält, und ab in die Wanne

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Angelika Turrek ist Korbmachermeisterin in zweiter Generation
Angelika Turrek fädelt einen nur wenige Millimeter breiten Stuhlflechtrohrfaden nach dem anderen durch das fast fertige Flechtwerk. Den Schaukelstuhl,Frau Angelika Turrek dessen klassisches "Wiener Geflecht"  ein achteckiges Lochmuster  sie, originalgetreu restauriert, hat sie auf einen gepolsterten niedrigen Holzbock gestützt. Die Korbmacherineisterin arbeitet im Keller ihres Elternhauses, der Werkstatt der Firma "Korb Binder".

Ihr Vater, Max Binder, gründete 1936 den Gerresheimer Familienbetrieb, den sie 1974 zusammen mit ihrer Mutter übernommen hat. Mittlerweile ist in Angelika Turreks Tochter Julia die dritte Generation herangewachsen, die den Beruf ausübt. "Ich wusste schon mit 14, dass ich Korbmacherin werden wollte, nur hieß es beim Arbeitsamt, dass das gar kein Beruf mehr sei", erzählt die heute 24Jährige.

Für Außenstehende ist es schwer, dieses Handwerk zu erlernen, denn nur wenige Meister können es sich leisten, auszubilden. "Mein Betrieb ist zu klein, und da ich mich auf Stuhlgeflechte spezialisiert habe, kann ich einem Lehrling auch nicht das ganze, vielfältige Spektrum bieten", sagt die 55-jährige, für ganz NRW zuständige InnungsObermeisterin. Aber sie hat dafür gesorgt, dass ihre Tochter das Handwerk bei einem Kollegen in der Eifel lernen konnte angefangen beim Korbflechten, für das Weidenruten verwendet werden, bis hin zum Möbelbau, bei dem vielfach Rattanrohr benutzt wird.

Von DENIZ KARITJS"Made in Taiwan" - Warenaufschriften wie diese, waren garantiert nicht zu finden. Denn hier drehte sich alles um den natürlichen Rohstoff "Holz", welcher im Waldland Wittgenstein rund zwei Drittel der Landschaft ausmacht. Im Bild Angelika und Julia Turrek bei der Arbeit.
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