Rheinische Post, 2003/02

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Julia bei der Arbeit
Grüne Weide von hiesigen Kulturpflanzen muss drei Wochen eingeweicht werden, bevor man sie verwenden kann. Bei gesottener, das heißt gekochter oder geschälter Weide genügt eine Nacht", erklärt Julia. Dafür gibt es bei Turreks drei eigens reservierte Badewannen. Die Tochter, die stets einige Körbe im Laden über der Werkstatt bereit hält, fertigt Unikate nach Wunsch an. Ihr gängigstes Modell: ein Einkaufskorb, der sich durch eine Einbuchtung besonders gut am Körper tragen lässt.

Zur Arbeit setzt sie sich rittlings auf ihre niedrige, mit einer Drehscheibe versehene Werkbank. Zuerst baut sie den Bodenstock, ein Kreuz um das herum sie die Ruten flicht. Ist der Boden fertig, werden so genannte Staken, die das Gerüst für den Rand bilden, rechts und links vom Bodenstock eingefügt. Es folgen Randschichten und zuletzt wird der Henkel eingearbeitet. Rund zwei Stunden ist der Einkaufskorb fertig.

"Schon Moses lag im Binsenkörbeben, und in Trier hat man versteinerte Reste eines Korbsessels gefunden, der so alt ist wie die Porta Nigra", betont Angelika Turrek. Der Korbmachermeister eben einer der ältesten Berufe der Welt.
Korb Binder", Am Pesch 25, Telefon 28 95 14. Geöffnet Montag bis Freitag, 9 bis 13 und 15 bis 18.30 Uhr.

Um Lücken im Geflecht zu vermeiden bringt Gesellin Julia Turrek den Weidekorb mit einem Schlageisen in Form.

RP-Fotos: A Bretz
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Korb-Binder Korbwarenfachgeschäft
Julia Turrek
Am Pesch 25
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